Accenture

Open-Source-Angebote ändern das Softwarenutzungsverhalten

Das Tempo der technologischen Entwicklung ist nahezu ungebremst – da wird es für viele Firmen immer schwieriger, den Überblick und den Anschluss zu behalten. Hier kommen spezialisierte Dienstleister ins Spiel, die im Idealfall nicht nur die technischen Hintergründe verstehen, sondern auch das Management beraten können. Wenn ein solcher Dienstleister dann auch noch entsprechende Erfahrungen im Bereich der Open Source anzubieten hat, so ist das sicher einen genaueren Blick wert.

Wer sich zum ersten Mal mit der Firma Accenture befasst, wird ohne Zweifel schon allein von der schieren Größe dieses Unternehmens überwältigt sein: So beschäftigt Accenture in mehr als 120 Ländern dieser Erde über 200.000 Mitarbeiter und konnte im letzten Jahr einen Nettoumsatz von 21,6 Milliarden US-Dollar verzeichnen. Doch was steckt hinter diesem eindrucksvollen ersten Eindruck und wie positioniert sich die Firma Accenture in Deutschland?

Wir haben uns zu diesem Thema mit Robert Mederer unterhalten, der als Senior Berater und Leiter des Schwerpunktbereichs technische Architektur in der Münchener Dependance vom Accenture tätig ist. Er stellte im Gespräch zunächst einmal klar, dass die Beratungstätigkeit seiner Firma ein sehr breites Spektrum umfasst, und die Mitarbeiter dabei sowohl als Technologie- und Outsourcing-Dienstleister als auch in der Managementberatung tätig sind: „Wir helfen unseren Kunden, Veränderungsprozesse erfolgreich zu bewältigen“, fasst er zusammen. Da vergisst er aber auch nicht darauf hinzuweisen, dass es gerade die große Projekterfahrung der Mitarbeiter seiner Firma ist, die es überhaupt erst möglich macht, den Kunden auf dieser Weise die richtige Hilfe an die Hand zu geben.

Gerade bei einer Firma, die ein derart großes und breitgefächertes Spektrum anzubieten hat, war es für uns natürlich besonders interessant zu erfahren, welchen Anteil die Open Source dabei hat und welchen Stellenwert der Manager Robert Mederer diesen Angeboten für Accenture und natürlich auch für seine Kunden beimisst: „Der Trend hin zu Open Source-Angeboten verändert das Softwarenutzungsverhalten von Unternehmen grundlegend und gewinnt zusehends an Bedeutung“, stellt er klar und erläutert ebenfalls, das Unternehmen von diesem Ansatz deutlich profitieren können: „Open Source bietet kosteneffiziente und qualitativ hochwertige Lizenzsoftware-Modelle. Dabei wird einem Unternehmen eine Reihe von Methoden an die Hand gegeben, mit deren Hilfe es die Qualität und Konsistenz seiner IT-Lösungen steigern kann“. So ist es dann für ihn auch selbstverständlich, dass seine Firma viele Unternehmen bei der unternehmensweiten Einbindung von Open-Source-Anwendungen tatkräftig unterstützt. „Dieses Engagement dient der Förderung der Standardisierung von Ansätzen zur Softwareentwicklung sowie deren Rahmenbedingungen und Instrumenten“, ist sein Resümee zum Thema Open Source.

Da kann es auch nicht verwundern, dass sich Accenture nach der Teilnahme am Wettbewerb „Plat_forms 2007“ nun auch in diesem Jahr wieder bei „Plat_forms 2011“ engagierte und den Wettbewerb unterstützt hat. Dabei ist es gerade der Wettbewerb, der für das Unternehmen den Anreiz ausmacht: „Neben dem wissenschaftlichem Vergleich der Plattformen und der damit verbunden empirischen Analyse der erstellten Software steht für uns der Wettbewerb im Vordergrund. Er stellt für uns eine gute Möglichkeit dar, unsere technologische und methodische Erfahrung unter Beweis zu stellen!“ Das dabei der „sportliche Gedanke“ nicht zu kurz kommt, ist für Mederer ebenfalls selbstverständlich: „Zudem ist es auf der anderen Seite auch eine gute Möglichkeit um zu sehen, wie sich der technologische Ansatz von Accenture im Vergleich mit anderen Technologie-Stacks schlägt!“